Münchhausen-by-proxy-Syndrom

Das sog. Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom gehört zu den fragwürdigsten Diagnosen überhaupt. Es beruht weitgehend auf den Feststellungen Prof. Meadows, teilweise auch auf Prof. Southall aus England. Deutsche Wissenschaftler verwenden die Aufsätze aus England für ihre Stellungnahmen.

In England wurden 258 angebliche Syndrom-Fälle aufgerollt, weil Meadows Gutachten falsch waren. Unschuldig verurteilte Frauen sind bereits aus Gefängnissen entlassen worden.

Der Kinderschutzbund Leer ist in einer Reihe von Syndrom-Fällen tätig.Festgestellt wird immer wieder, dass die Beschuldigungen der Mütter vorwiegend durch Männer verschiedener Berufsgruppen erfolgen. Grundsätzlich gilt im Deutschen Recht die Unschuldsvermutung, leider aber nicht im Familienrecht. Hier reicht es schon aus, eine Mutter zu beschuldigen (man nennt es verdächtigen). Jugendämter, Gerichte, Vormund und Verfahrenspfleger sorgen dann dafür, dass im Schnellverfahren Mütter ihre Kinder auf Dauer loswerden. Obwohl alle Ärzte, Ämter und Gerichte, die sich mit dem sg. Münchhausen-by-proxy-Syndrom befassen, wissen müssten, dass die Theorie des Syndroms zweifelhaft ist, werden in Deutschland weiterhin Kinder und Mütter mit dem Syndromvorwurf gequält. Ganze Familien quer durch Deutschland zerbrechen seelisch und werden finanziell ruiniert.

Natürlich ist jeder Einzelfall im Sinne des Kindeswohls zu prüfen.

Kinderschutzbund Kreis- und Ortsverband Leer e.V. | info@kinderschutzbund-leer.de